Online-Beteiligung: Radschnellweg Elmshorn-Hamburg

Mit dem Fahrrad zügig von Tornesch nach Hamburg – in ein paar Jahren könnte das Realität werden. In einer Potentialanalyse, die die Metropolregion Hamburg mit verschiedenen Planungsbüros in den letzten zwei Jahren durchgeführt hat, wurden insgesamt acht Verbindungen identifiziert, die nun bevorzugt weiterverfolgt werden sollen. Eine davon ist ein etwa 32 Kilometer langer Radschnellweg von Elmshorn über Tornesch nach Hamburg.

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Während die Potentialanalyse nur ungefähre – teilweise mehrere Kilometer breite – Korridore ermittelt hat, in denen ein solcher Radschnellweg verlaufen könnte, soll nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein genauer Verlauf geplant werden. Dazu haben Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge einzureichen, die dann in der weiteren Planung berücksichtigt werden sollen.

Insgesamt pendeln immerhin täglich 59.000 Menschen zwischen dem Kreis Pinneberg und der Hansestadt.

Die acht aussichtsreichsten Radschnellwege – mit dabei die Route Elmshorn-Hamburg.

Was ist ein Radschnellweg?

Radfahrer und Radfahrerinnen, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen, haben andere Anforderungen an Radwege als Freizeitradler. Radschnellwege sollen ein zügiges und sicheres Vorankommen ermöglichen. Durch möglichst wenig Unterbrechungen, eine ausreichend breite Fahrbahn und eine deutliche Trennung vom motorisierten Verkehr und von Fußgängern soll eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h erreicht werden können. Dank moderner E-Bikes sind diese Geschwindigkeiten nicht nur von sportlich ambitionierten Menschen realistisch zu erreichen.

Radschnellwege ermöglichen mit ihrer geraden Linienführung und der Gestaltung ihrer Kreuzungen und Einmündungen ein zügiges Vorankommen, verkürzen Reisezeiten und vermindern den Kraftaufwand beim Radfahren. Sie werden optimal in die Stadt und die Landschaft eingebunden und so breit, dass man entspannt nebeneinander fahren und überholen kann. Sie können zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung komfortabel befahren und auch bei Dunkelheit sicher genutzt werden.

ADFC Hamburg

Wie kann ich mitmachen?

Das ist ganz einfach. Auf der Website der Metropolregion Hamburg können Sie in einer interaktiven Karte Anmerkungen und Vorschläge für den Verlauf der Trasse eintragen. Dafür haben Sie noch bis zum 16. Februar 2019 die Gelegenheit.

Die Vorschläge werden gesammelt und bei der Planung des Radschnellweges berücksichtigt. Im Anschluss sollen ab Mitte März gemeinsam mit den beteiligten Planungsbüros Workshops vor Ort stattfinden, in denen die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden können.

Wann ist der Radschnellweg fertig?

Bis zum Sommer 2020 soll die Planung abgeschlossen sein, danach kann die konkrete Bauplanung erfolgen. „Kann“, denn das hängt vom Ergebnis der Machbarkeitsstudie ab, und beschlossen ist noch nichts.

Abhängig vom Verlauf der Trasse müssen Grundstücke erworben werden, vorhandene Radwege berücksichtigt werden und Beteiligte angehört werden – so etwas kann dauern. Bei ungefähren Kosten von einer Million Euro pro Kilometer besteht natürlich großes Interesse daran, eine möglichst direkte Verbindung zu finden.

Und jetzt?

Ganz einfach – mitmachen! Wir möchten Sie dazu ermutigen, an der Online-Befragung teilzunehmen. Viel zu oft werden Radwege und andere Einrichtungen an den Bedürfnissen der Radfahrer und Radfahrerinnen vorbei geplant.

Dies ist eine seltene Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Ideen einfließen zu lassen und mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Und je besser der Radschnellweg auf die Bedürfnisse abgestimmt ist, desto mehr Pendler und Pendlerinnen lassen das Auto öfter mal stehen.

Verbesserung der Radverbindung zwischen Tornesch und Uetersen

Bereits im März dieses Jahres hat die SPD-Fraktion ihr Fahrradwegekonzept im Umweltausschuss vorgestellt, das fraktionsübergreifend angenommen wurde. So möchte die SPD das Radfahren für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tornesch attraktiver – und vor allem auch sicherer machen. Nur durch die Steigerung des Fahrradverkehrsanteils kann mittelfristig eine Entlastung der Verkehrssituation in Tornesch, aber auch zwischen Tornesch und den umliegenden Ortschaften erreicht werden.

Die Kleine Twiete zwischen Tornesch und Uetersen.

Erste Maßnahmen des Fahrradwegekonzeptes sind der Ausbau des Feldweges zwischen der Kleinen Twiete und dem Regenrückhaltebecken Ohrtbrookgraben sowie die Reparatur der Spurbahn der Kleinen Twiete bis zur Ortsgrenze Uetersen. Für diese Maßnahmen beantragt die SPD-Fraktion bei der kommenden Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 3. September die Freigabe der notwendigen Mittel für den Haushalt 2019.

Die Kleine Twiete, die von vielen Schülern der KGS und Mitgliedern des TuS Esingen als Abkürzung genutzt wird, muss dringend instand gesetzt werden. Gebrochene Betonplatten, gefährliche Abfallkanten und fehlende Seitenbefestigungen neben der Betonspur stellen ein erhebliches Unfallrisiko für die Radfahrer dar.

Die derzeitige Alternativroute ist nur für besonders hartgesottene Radfahrer geeignet, denn sie führt über den Wischmöhlenweg (K22). Auf Grund der Fahrbahnbreite ist hier kein Radweg vorgesehen, und die Fahrbahn befindet sich in einem desolaten Zustand.

Download des Antrages: Antrag_Radweg_Kleine_Twiete-Ohrtbrook.pdf

Foto: Artur Rieck

Bläulinge am Wegesrand

Gemeiner Bläuling oder Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

„Die Natur kehrt zurück“. Mit diesem Thema startete die Fahrradtour der SPD in meiner Stadt. Mit dabei war der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, der sich sehr für die Natur interessiert, die neue Bürgermeisterin der Stadt Tornesch Sabine Kählert und der Leiter des Umweltamtes Rainer Lutz.

Soviel Zuspruch wie noch nie

40 Radlerinnen und Radler begleiteten die 10-Kilometer-Tour, die zum Regenrückhaltebecken am Koppeldamm, zum Apfelbaum-Wanderweg am Lohheister Weg, zu Moor- und Ausgleichsflächen für neue Baugebiete bis zum Mölln-Hof. So viele waren noch nie dabei, und immer wieder hieß es: Das müssen wir wiederholen, weil viele Berufstätige an diesem Nachmittagstermin nicht teilnehmen.

Blühinseln in der Stadt

Hornklee (Lotus corniculatus)

Seit einigen Jahren legt Tornesch Blühflächen an Straßenrändern an. Statt Büschen und Bäumen blüht es dort nun bunt und vielfältig. Die Insekten lieben diese Blüteninseln. Hummeln besuchen sie und viele Schmetterling. Gestern auf der Tour hat eine Radlerin auf einer Blüte einen Falter entdeckt, den sie noch nie gesehen hatte. Einen Bläuling. Der Vergleich des Fotos mit Bläulingen im Netz ergab: Es ist ein Gemeiner Bläuling oder Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), und zwar ein Weibchen.

Gelbes Schmetterlingsfutter

Ihre Eier legen die Weibchen am liebsten auf Hornklee (Lotus corniculatus). Der ist eine gute Bienenweide, weil er 40 % Zucker enthält. Er wächst an unseren Wegrainen und trotz Trockenheit sehr üppig auf meiner kleinen Wiese, denn er wurzelt bis zu 1 Meter tief.

Text und Fotos: Dr. Susanne Dohrn

Kommunalpolitische Fahrradtour: Die Natur kehrt zurück

Bild: Nathalie Tschanz / Unsplash

Kommunalpolitische Fahrradtour mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann am 19. Juli

Neu gepflanzte Apfelbäume an Wegrändern, wieder entstehende Moorflächen, bunte Wiesen und Raine für die Artenvielfalt – Tornesch wird bunt, es blüht und summt. Die SPD Tornesch lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, diese Schätze unserer Natur am 19. Juli auf einer kommunalpolitischen Fahrradtour mit dem Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann (SPD) kennenzulernen.

Start ist um 16 Uhr am Kleinen Friedrich (AWO Wohn- und Servicezentrum, Friedrichstraße 2-4). Die Radtour führt vom Regenrückhaltebecken zum Apfelwanderweg, den die Schüler des Ludwig-Meyn- Gymnasiums zusammen mit ihrer Lehrerin Susan Jendrszcok und Marcel Möller vom Bauhof Tornesch angelegt haben. Er führt entlang des Lohheister Wegs, wo es Moor- und Ausgleichsflächen zu besichtigen gibt und über den Kleinen Moorweg mit seiner Wildblumenpracht zum Mölln-Hof in Esingen.

Die Bürgermeisterin von Tornesch, Sabine Kählert, Susan Jendrszcok und Rainer Lutz, Leiter der Stabsstelle Umwelt, werden an der Radtour teilnehmen. Endpunkt ist der Mölln-Hof, wo der Vorsitzende des Imkervereins Tornesch, Edmund Schulze, seine Bienen zeigen und erklären wird. Die Tour endet gegen 18 Uhr mit einer Pressekonferenz in der „Döns“ des Mölln-Hofs.