Veloroute Tornesch – OHA auf der Kippe

Im Bau- und Planungsausschuss verhinderten CDU, BfT, T.A.G. und FDP bereits die Aufnahme eines Dringlichkeitsantrags auf die Tagesordnung. Damit konnte über die Zukunft des Projekts nicht einmal diskutiert werden.

Dabei geht es um weit mehr als einen Radweg. Die Veloroute soll Uetersen, Tornesch und OHA sicher miteinander verbinden und insbesondere die Gewerbegebiete in OHA besser erreichbar machen. Beschäftigte könnten ihren Arbeitsweg künftig häufiger mit dem Fahrrad, E-Scooter oder E-Bike zurücklegen. Zusätzlich sind eine neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof sowie eine bedarfsgesteuerte Beleuchtung in Ahrenlohe Bestandteil des Projekts.

Besonders überraschend ist die Haltung der CDU. In ihrem Wahlprogramm heißt es: „Gerade für die Strecke vom Uetersener Ostbahnhof bis nach Tornesch-Oha wurden bereits konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die zügig umzusetzen sind.“ Umso unverständlicher ist es, dass nun nicht einmal eine Beratung über die Fortführung des Projekts zugelassen wurde.

Das Vorhaben wurde 2020 mit einer 100-prozentigen Bundesförderung gestartet. Aufgrund gestiegener Kosten müssten heute zusätzliche 111.000 Euro bereitgestellt werden. Die Verwaltung empfahl dies ausdrücklich. Die SPD und die Grünen warnten davor, eine einmalige Förderchance zu verspielen.

Denn eines ist klar: Wenn Tornesch das Projekt später erneut beginnt, wäre vermutlich nur noch eine Förderung von 75 Prozent möglich. Zusammen mit weiteren Preissteigerungen würde die gleiche Maßnahme dann deutlich teurer werden.

Unsere Argument für die Veloroute:

  • weniger Verkehr in den Ortskernen,
  • weniger Parkplatzbedarf,
  • bessere Erreichbarkeit des Gewerbegebiets OHA,
  • geringere Unfallrisiken,
  • geringere Klima- und Umweltkosten,
  • höhere Attraktivität des Standorts für Arbeitnehmer und Unternehmen.